Historie

Bereits seit 1924 bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde in Brackwede (das „c“ im Namen ist ein norddeutsches Dehnungszeichen – deshalb Braakwede ausgesprochen mit Betonung der ersten Silbe) auf zwei von den Möller-Werken errichteten Plätzen unter dem Namen „Tennisgemeinschaft Blau-Weiß Kupferhammer“ dem damals noch grundsätzlich „weißen Sport“  gefrönt. Einer der Tennispioniere war Gerd von Möller, nach dem unser Traditionsturnier benannt ist.Mitglied dieser Tennisgemeinschaft war auch Josef (Jupp) Metzger, der nach dem Krieg auf der Versammlung zum Zusammenschluss der Sportvereinigung Brackwede am 25. November 1945 den Vorsitz der Tennisabteilung übernahm. Dieses Amt übte er 25 Jahre lang mit großem Erfolg aus und wurde später Ehrenvorsitzender.

Übrigens: Damals zahlten Männer 70 Pfennig und Frauen, Kinder und Jugendliche 40 Pfennig Monatsbeitrag. 

1946 wurden zwei total zugewucherte Tennisplätze mit einem kleinen Clubhaus an der Sportstraße von Westfalia Brackwede übernommen und in Eigenarbeit mit viel Improvisations- und Organisationstalent der Mitglieder wieder hergerichtet. 1952 wurden zwei weitere Plätze angelegt und am 4. Oktober mit Schaukämpfen u.a. vom damaligen deutschen Spitzenspieler Herbert Gies (BTTC) eröffnet. Schon im darauf folgenden Jahr wurde die Anlage auf insgesamt sechs Plätze erweitert. 1953 fand auch das erste Gerd von Möller-Pokal-Turnier statt, welches nach einer Idee von Gustav Scharf und Jupp Metzger ins Leben gerufen wurde.

Einer der Tennisplätze fiel dann einige Zeit später dem Ausbau des angrenzenden Stadions zum Opfer.

Aus Altersgründen legte Jupp Metzger 1970 den Vorsitz nieder, und ihm folgte für vier Jahre Rolf Graumann. 1974 übernahm dann Helmut Menze den Abteilungsvorsitz und übte sein Amt bis zum Jahr 1999 aus. In seine Amtszeit fielen die Planung und die Erstellung der neuen Clubanlage. Für seine Verdienste um den Verein wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachfolger wurde Thomas Gundlach, der schon Anfang 2001 sein Amt niederlegte. Seit März 2001 ist  Klaus Riemer Vorsitzender; er hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich 2004 die damalige Tennisabteilung von der Sportvereinigung Brackwede e.V. abspaltete und seitdem als TC Brackwede e.V. selbstständig ist. 

Als die Kapazitäten nicht mehr ausreichten, wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Tennisabteilung am 29. April 1977 beschlossen, von der Stadt Bielefeld, in welche die Stadt Brackwede (seit 1956) auf Grund der Gebietsreform zum 1. Januar 1973 eingemeindet wurde, ein Gelände an der Duisburger Straße (Bockschatz Hof) zu pachten, und es wurden dort zunächst zehn Außen- und zwei Hallenplätze mit Club- und Gastronomieräumen errichtet, die am 20. April 1979 eingeweiht wurden. 

Zu Zeiten des Tennisbooms Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde die Anlage um sechs Außen- und einen Hallenplatz erweitert. Damals hatte die Tennisabteilung über 800 Mitglieder. Die Tennisanlage war bis vor wenigen Jahren die größte in Westfalen.